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Berlin, 8. Juli 2026

Die Verantwortung bleibt: Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Kommunikation, Politik und Journalismus. Wenn jeder Inhalte erstellen kann: Wie entsteht dann noch Glaubwürdigkeit? Und wieso kritisieren wir in Deutschland KI so oft, obwohl sie täglich genutzt wird?

In Politik, Medien und Unternehmenskommunikation geht es längst nicht mehr darum, ob KI für Texte genutzt wird. Doch geraten KI-unterstützte Texte immer wieder in die Kritik. Plötzlich auf KI zu verzichten, kann nicht die Lösung sein. Entscheidend ist vielmehr, wie sie eingesetzt wird und wer am Ende die Verantwortung für Inhalte übernimmt.

Genau mit diesem Konsens, dass es keine Frage des „Ob“, sondern des „Wie“ ist, begann die Diskussion unserer Speaker bei unserem MSL Insight zum Thema „Verantwortungsvoller Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Kommunikation, Politik und Journalismus“.

@Betty Kieß, Sprecherin von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, @Birgit Soellner, Managing Partner bei MSL und @Wolfgang Büchner, Senior Advisor bei MSL, ehemaliger stellvertretender Regierungssprecher, Journalist und Chefredakteur (u. a. bei dpa, SPIEGEL und RND), sprachen über KI im Alltag von Kommunikationsprofis, Fach- und Führungskräften aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kommunikation.

Ausgangspunkt der Diskussion war die öffentliche Debatte um KI-unterstützte Reden und Gastbeiträge, nachdem Bundesdigitalminister Carsten Wildberger in die Kritik geraten war.

Jede KI muss von Menschen überprüft werden

Schnell wurde deutlich: KI ist weder autonom noch fehlerfrei. Wolfgang Büchner betonte: „Wer KI nutzt, muss weiterhin Fakten prüfen, Inhalte bewerten und Verantwortung für Ergebnisse übernehmen.“

Betty Kieß sprach sich für einen pragmatischen Umgang mit der Technologie aus. Wer KI aus Prinzip ablehne, verzichte auf ein Werkzeug, das Arbeitsabläufe heute spürbar beschleunigen könne.

Ist KI-Kennzeichnung bei Texten und Bildern wirklich notwendig?

Auch beim Thema Transparenz waren sich beide einig: Bei Reden oder längeren Texten müsse nicht zwingend offengelegt werden, ob KI unterstützend eingesetzt wurde. Schließlich durchlaufen solche Inhalte in der Regel mehrstufige Prozesse mit zahlreichen Beteiligten.

Anders verhält es sich bei KI-generierten Bildern. Wolfgang Büchner stellte klar:

”Man sollte nicht den Eindruck von etwas Realem erwecken, das in Wirklichkeit nicht existiert.

Wolfgang Büchner Senior Advisor

Fluch oder Segen für Deutschland? Innovationskraft von KI

Statt einer Schwarz-Weiß-Debatte warb Betty Kieß außerdem für einen differenzierten Blick auf die Technologie:

”Nicht KI wird den Menschen ersetzen, sondern der Mensch wird durch einen Menschen ersetzt, der KI effizienter und produktiver nutzt.

Betty Kieß Sprecherin von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ihr Appell: Deutschland sollte den Fuß etwas von der Bedenkenbremse nehmen. Denn ein offenerer und produktiverer Umgang mit KI könne dazu beitragen, technologischen Rückstand aufzuholen und die Innovationskraft des Standorts zu stärken.

Vielen Dank an Betty Kieß, Wolfgang Büchner und Birgit Soellner für dieses wichtige Gespräch, sowie an alle Teilnehmenden für die spannende Diskussion.

Sie möchten künftig an den MSL Insights Sessions teilnehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

© MSL